7 geheime Buchten auf Capri, die du abseits der Touristenpfade entdecken solltest

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Einleitung — Warum nach Capris geheimen Buchten suchen?

Capri wird oft für seine ikonischen Aussichten, prunkvollen Villen und die berühmte Piazzetta gefeiert. Doch abseits der Menschenmassen und der ausgetretenen Wege verbirgt die Insel eine Reihe von Buchten und kleinen Ankerplätzen, die eine intime, wilde und sehr mediterrane Erfahrung bieten. Diese Orte, teilweise nur vom Meer aus oder über felsige Pfade zugänglich, zeigen eine andere Seite der Insel: türkisfarbenes Wasser, vom Wind modellierte Klippen, kiesige Mini-Strände, Meeresgrotten und Aussichtspunkte, an denen man dem sanften Plätschern der Wellen lauschen kann.

Dieser Guide nimmt dich mit abseits der üblichen Routen, um sieben geheime Buchten rund um Capri zu entdecken — jede vorgestellt mit praktischen Infos: voller Ortsname, möglichst genaue Adresse als Orientierungspunkt, übliche Preise für Zugang oder Transport (in Euro), typische Zeiten, eine lebendige Beschreibung und lokale Tipps für eine sichere Anreise. Manche dieser Stellen haben keine offizielle „Kommunaladresse“, weil es sich um kleine Küsteneinschnitte handelt. In solchen Fällen gebe ich die nächste Adresse (Hafen, Straße oder Landmarke) und klare Hinweise zur Anreise.

Die Anreise zu diesen Buchten erfordert manchmal etwas Organisation: ein Boot mieten, eine private Tour buchen oder einen steilen Pfad ab Anacapri nehmen. Die Preise schwanken je nach Saison — Hochsaison (Juni bis September) ist die teuerste — und je nachdem, ob du eine Linienboot-Verbindung, ein privates Boot oder zu Fuß gehst. Die Zugangszeiten hängen auch vom Seewetter ab: der Bootsdienst und die Wassertaxis richten sich nach Sicherheitsbedingungen. Ich habe typische Zeitfenster (Morgen/Abend) und Preisspannen angegeben, damit du besser planen kannst.

Dieser Guide ist nicht nur ein Inventar: jede Sektion setzt auf ein immersives Erlebnis, damit du dir das Licht auf dem Wasser, die Frische des Macchia-Unterwuchses, den Duft von Basilikum und Meerkiefer und das Gefühl von Kieselsteinen unter den Füßen vorstellen kannst. Ob du Schnorchel-Fan, Fotograf auf der Suche nach dem perfekten Bildausschnitt, Paar auf der Suche nach Privatsphäre oder wanderfreudig und wild entschlossen bist — diese geheimen Buchten versprechen unvergessliche Begegnungen mit dem Tyrrhenischen Meer.

Klares, smaragdgrünes Wasser mit Boot und Sonnenschirm in Capri

1. Marina Piccola — Die Bucht zur Mittagsstunde (Marina Piccola, Via Marina Piccola, 80073 Capri NA, Italy)

Marina Piccola gilt oft als eine der romantischeren, weniger überlaufenen Seiten Capris, an der Südküste der Insel gelegen, direkt unter der berühmten Via Tragara. Offizielle Adresse als Orientierung: Via Marina Piccola, 80073 Capri NA, Italy — nahe dem Belvedere di Tragara. Obwohl Marina Piccola bekannt ist, verbergen sich weiter östlich, unter den Faraglioni, ruhigere Buchten mit kleinen kiesigen Stränden und Felsvorsprüngen, die nur wenige Touristen aufsuchen.

Anreise: mehrere Optionen — zu Fuß von der Piazzetta hinab (rechnet mit 20–30 Minuten, gepflasterte Wege und Treppen), oder mit dem Linienbus über die Panoramastraße bis zur Haltestelle Marina Piccola und ein paar Minuten Fußweg. Auch per Meer erreichbar: Wassertaxis legen direkt am kleinen Strand an. Typische Buspreise: 1,50–2,00 € pro Fahrt (Einzelfahrschein). Wassertaxis von Marina Grande: 15–30 € je nach Saison und Personenanzahl (Fahrzeit 10–15 Minuten).

Öffnungszeiten: Die Bucht ist den ganzen Tag über zugänglich, ideal sind aber der frühe Morgen (7:00–10:00) um der Menge zu entgehen oder der späte Nachmittag (16:00–19:00) für weiches Fotolicht. Strandbetriebe und Liegenvermietungen (Lidos) öffnen in der Hochsaison meist von 9:00 bis 19:30.

Preise: öffentlicher Strandzugang = kostenlos. Liegestuhl/Schirm in einem Lido (z. B. Lido del Faro oder Chez Gelsomina) kosten je nach Lage und Service zwischen 15 € und 40 € pro Tag und Person. Kayak- und Paddle-Verleih in Marina Piccola: 20–45 € / Stunde, abhängig vom Anbieter.

Lebendige Beschreibung: Die kleine Bucht ist gegen Nordwinde geschützt, das Wasser zeigt häufig ein tiefes Blau, durchsetzt mit kleinen Grotten und felsigen Einschnitten. Gehst du nach rechts Richtung Faraglioni, findest du natürliche Verstecke — kleine steinerne Plattformen, auf denen Einheimische in der Sonne liegen und in besonders klaren Wasserstellen springen. Die Vegetation besteht aus niedrigem Macchia, Feigen- und Kapernbüschen, die Duft in die Luft bringen. Auf See zeichnen die Faraglioni eine skulpturale Silhouette — ein Traum bei goldenem Licht für Fotografien.

Lokale Tipps: Nimm Wasserschuhe mit, um auf den Kieseln sicher zu laufen und Abschürfungen zu vermeiden. Wem nach einem Sprung bei den Faraglioni ist, sollte das in einer kleinen Gruppe mit lokalem Guide tun oder ein Boot mieten – Sicherheitsgründe. Die heißesten Stunden des Tages können intensiv sein: genug Wasser, Hut und wasserfeste Sonnencreme nicht vergessen.

Faraglioni-Felsen vor Capri mit mehreren Booten auf tiefblauem Meer

2. Grotta del Corallo und die kleinen Buchten rundherum (Grotta del Corallo, south coast of Capri, Near Punta Tragara, 80073 Capri NA, Italy)

Die Grotta del Corallo ist eine kleine Meeresgrotte an der südöstlichen Küste, nicht weit von Punta Tragara und den Faraglioni. Als Orientierungspunkt dient Punta Tragara, 80073 Capri NA, Italy — die Höhle hat keine Postadresse, ist aber vom Meer und den Küstenpfaden aus gut zu erkennen. Sie eignet sich hervorragend zum Schnorcheln und für alle, die eine wildere Stimmung als bei den großen Touristenattraktionen suchen.

Anreise: vorwiegend per Boot oder Kajak. Von Marina Grande aus bringen dich private Boote in 15–25 Minuten (je nach Wetter). Lokale Anbieter offerieren Halbtagestouren oder Ganztagesausflüge: Richtpreise 60–150 € pro Person für Gruppenausflüge (abhängig vom Bootstyp und der Route). Wer sicher im Kajak unterwegs ist, kann von Marina Piccola oder Anacapri lospaddeln und entlang der Südküste zur Höhle gelangen — etwa 30–60 Minuten Paddelzeit.

Öffnungszeiten: die Höhle ist tagsüber bei ruhiger See zugänglich; die Bootsbetreiber fahren in der Hochsaison generell zwischen 9:00 und 18:00. Private Fahrten sind oft frühmorgens möglich, um den Schiffsverkehr zu vermeiden.

Preise: der Besuch der Höhle selbst ist kostenlos, die Transportkosten fallen an. Kajakverleih: 30–60 € / halber Tag. Gemeinsame Boots-Ausflüge (Gruppen bis ~15 Personen): ca. 40–80 € pro Person. Private Bootstour (2–6 Personen): 150–450 € je nach Dauer und Boot (Gummiboot vs. traditionelles Holzboot).

Lebendige Beschreibung: Die Höhle ist nicht sehr tief, aber das Wasser schimmert oft in smaragdgrünen und türkisfarbenen Tönen, besonders wenn die Sonne hoch steht. An den Felswänden am Eingang finden sich ab und zu marine Ablagerungen und kleine Ansammlungen roten Koralls — daher der Name. Beim langsamen Paddeln hörst du das gedämpfte Echo der Wellen und siehst Schwärme von Fischen, die zwischen Licht und Schatten spielen. Der Kalkfelsen ist von Jahrhunderten des Meeres poliert und bietet vereinzelt kleine Felsplattformen, auf denen man kurz verweilen kann, um die Unterwasserwelt zu beobachten.

Lokale Tipps: Lass die Drohne am Boden, wenn du keine Erlaubnis hast — Überflüge in manchen Zonen sind geregelt. Für Schnorcheln reichen Maske und Schnorchel; Neoprenschuhe sind ratsam, um sicher an felsigen Stellen einzusteigen. Eine Tour mit lokalem Guide ist empfehlenswert, weil er die Submerged-Felsen und die Strömungen kennt.

Blick aus dunkler Meeresgrotte auf das Meer bei Capri

3. Cala di Mitigliano — Die Fischerbucht (Cala di Mitigliano, eastern shore near Punta Carena, 80073 Anacapri NA, Italy)

Cala di Mitigliano ist eine kleine, kaum besuchte Bucht auf der Westseite der Insel in der Gemeinde Anacapri, nahe dem Leuchtturm von Punta Carena. Als Orientierung: Punta Carena Lighthouse, Strada Provinciale 227, 80071 Anacapri NA, Italy — die Cala liegt unterhalb der Küstenstraße und ist über einen steilen Pfad und in den Fels gehauene Treppen erreichbar.

Anreise: per Meer (Bootsverleih oder Wassertaxi von Marina Grande) oder zu Fuß über einen Pfad von Punta Carena (rechnet mit 20–40 Minuten Abstieg, unebenes Gelände). Wassertaxis von Marina Grande zum Bereich Punta Carena oder Cala Mitigliano kosten 30–60 €, je nach Verhandlung und Wetter. Wanderer sollten feste Schuhe tragen und früh losgehen, um die Hitze zu meiden. Der Pfad ist nicht immer markiert und kann nach Regen rutschig sein.

Öffnungszeiten: frei zugänglich den ganzen Tag. Die Gegend um den Leuchtturm von Punta Carena ist besonders fotogen am späten Nachmittag zum Sonnenuntergang; der Abstieg nach Einbruch der Dunkelheit kann jedoch gefährlich sein — plant den Aufstieg vor Einbruch der Nacht. Der Strand ist klein und morgens häufig von einigen einheimischen Fischern besucht.

Preise: kostenloser Zugang. Für Transfer oder Guide per Boot solltest du mit 40–120 € rechnen, je nach Abfahrtsort und Saison.

Lebendige Beschreibung: Cala di Mitigliano strahlt Authentizität aus: traditionelle Fischerboote am Ufer, Netze in der Sonne zum Trocknen und Familien aus Anacapri, die zum Fischen kommen. Der Strand ist eine Mischung aus Sand und Kies, das Wasser zeigt schon nach wenigen Metern tiefblaue Schichten. Die umliegenden Klippen tragen kleine natürliche Terrassen mit Erdbeerbäumen und Mastixsträuchern, die dem Ort eine charakteristische Farbe und Duftnote geben. Der nahe Leuchtturm von Punta Carena bildet einen dramatischen Orientierungspunkt — seine weiße Struktur steht im Kontrast zum Horizont, besonders schön bei Sonnenuntergang.

Lokale Tipps: Nimm wasserdichte Beutel für deine Sachen mit, da vor Ort keine Infrastruktur besteht. Wer angeln will, sollte lokale Fangregeln beachten und keinen Müll hinterlassen. Achte beim Schwimmen auf Strömungen nahe der Felsen. Schattenplätze sind rar — ein leichter Sonnenschirm ist empfehlenswert.

4. Marina della Lobra — Die versteckte mittelalterliche Bucht (Marina della Lobra, Via Provinciale Marina di Crapolla, 80073 Anacapri NA, Italy)

Marina della Lobra ist eine kleine Bucht an der Südwestküste, bekannt für ihren historischen Charme. Sie liegt am Ende eines historischen Pfades, der durch Olivenhaine und Ruinen alter Terrassen führt. Adresse: Via Provinciale Marina di Crapolla, 80073 Anacapri NA, Italy — die Marina liegt nahe der Ortschaft Crapolla und dem Wanderweg „Sentiero dei Fortini“.

Anreise: erreichbar über einen bekannten Wanderweg — den Sentiero dei Fortini —, der in Anacapri beginnt und zur Küste hinabführt (rechnet mit 45–75 Minuten je nach Tempo). Alternativ per Boot von Marina Grande oder Capri: Wassertaxis oder kleine Bootstouren kosten 30–70 € je nach Saison. Der Pfad ist an manchen Stellen wild und verfügt über in den Fels gehauene Treppen; gute Wanderschuhe sind ratsam.

Öffnungszeiten: die Bucht ist tagsüber zugänglich, allerdings kann der Weg aus Sicherheits- oder Wartungsgründen zeitweise gesperrt sein — informiere dich beim örtlichen Tourismusbüro. Im Sommer eignen sich der frühe Morgen (7:30–10:30) oder der späte Nachmittag, um angenehmere Temperaturen und gutes Licht für Fotos zu haben.

Preise: Strand und Pfad sind kostenlos. Für eine Bootsüberfahrt kalkuliere 35–80 € je nach Route und ob es sich um einen privaten Transfer handelt. Geführte Wanderungen auf dem Sentiero dei Fortini (mit lokalem Guide): ca. 20–45 € pro Person, je nach Dauer und Gruppengröße.

Lebendige Beschreibung: Die Atmosphäre hier ist überraschend dicht historisch — verlassene Terrassen, Trockenmauern und kleine Bauten, die früher Seeleuten und Hirten dienten. Die Bucht ist geschützt, das tiefblaue Wasser lädt zum Schnorcheln an den Felsen ein, wo mediterrane Arten leben. Abgerundete, glatte Felsen eignen sich perfekt zum Sonnenliegen, und die kleinen Fischerboote verleihen dem Ort eine Zeitlosigkeit. Der Duft von wildem Thymian und Rosmarin liegt in der Luft.

Lokale Tipps: Erkundige dich vor dem Aufbruch über den Zustand des Weges. Nimm ausreichend Wasser und Snacks mit — es gibt keine Einkaufsmöglichkeiten. Für Fotografen bieten die Goldstunden einen starken Kontrast zwischen den Steinmauern und dem Meer. Kommt ihr per Boot, verhandelt Landeplatz und Preis im Voraus.

Luftaufnahme einer Felsküste mit Kajak im tiefblauen Wasser bei Capri

5. Cala dell’Arogno (Cala dell’Arogno, western cliffs near Punta Carena, 80071 Anacapri NA, Italy)

Cala dell’Arogno ist eine kleine Felsbucht an der Westküste, häufig übersehen von typischen Touristenrouten. Zur Orientierung: in der Nähe von Punta Carena, Gemeinde Anacapri — Adresse als Anhaltspunkt: Via Provinciale per Punta Carena, 80071 Anacapri NA, Italy. Vom Hauptweg aus führt ein kurzer Fußabstieg über Felsen oder man erreicht die Bucht per Boot.

Anreise: am einfachsten und sichersten per Boot oder Kajak von Marina Grande oder Marina Piccola (20–40 € für einen kleinen Tagesverleih in der Nebensaison, in der Hochsaison höher). Erfahrene Wanderer können den Abstieg von der Küstenstraße wagen, doch das Gelände ist uneben und verlangt gutes Schuhwerk. Wassertaxis setzen dich so nah wie möglich ab (30–60 €, je nach Verhandlung).

Öffnungszeiten: rund um die Uhr zugänglich. Ruhige Meeresbedingungen sind für Landungen vom Wasser aus entscheidend; vermeide Tage mit Südwestwind, die den Zugang gefährlich machen. Morgens im Sommer ist es am ruhigsten und am besten zur Beobachtung der Meeresfauna.

Preise: zu Fuß kostenlos erreichbar. Kajakverleih: 30–60 € / halber Tag; Tender-/Beiboot-Verleih: 100–300 € / halber Tag, je nach Größe und Saison.

Lebendige Beschreibung: Die Cala wird von hellen Tuffwänden und kleinen Meeresnischen dominiert, die natürliche, geschützte Pools bilden. Das Wasser ist kristallklar und ideal zum Schnorcheln; der Meeresboden variiert zwischen Sandflächen und Felsplattformen. Der Ort vermittelt Einsamkeit, nur gelegentlich durch ein vorbeiziehendes Boot unterbrochen. Oben an den Klippen erstrecken sich Zitrus- und Olivenplantagen, deren Düfte die salzige Meeresluft ergänzen.

Lokale Tipps: Wenn du vom Boot aus schwimmend an Land gehst, befestige dein Boot gut an einem sicheren Punkt (lasse ein Beiboot nie treiben). Ein kleines Erste-Hilfe-Set ist sinnvoll — manche Felsen sind scharfkantig. Respektiere die Ruhe des Ortes: keine laute Musik, kein Feuer, keinen Müll hinterlassen.

Person schnorchelt über steinigem, türkisem Meeresboden vor Capri

6. Cala Mesola — Die vertrauliche Bucht im Norden (Cala Mesola, northern coast near Monte Solaro cliffs, 80073 Capri/Anacapri NA, Italy)

Cala Mesola liegt an der Nordküste, in der wilden Zone unterhalb des Monte Solaro, ungefähr an der Grenze zwischen den Gemeinden Capri und Anacapri. Zur Orientierung: Monte Solaro, Via Giuseppe Orlandi, 80073 Capri NA, Italy — vom Gipfel aus sieht man die Bucht unterhalb, gut erkennbar vom Panoramaweg.

Anreise: die Cala ist zu Fuß schwer erreichbar: ein steiler Abstieg von Anacapri über teils unmarkierte Wege — eher etwas für erfahrene Wanderer. Der Zugang übers Meer ist die sicherste und häufigste Option, per Boot oder Ausflug. Kajakfahrten von Marina Piccola oder Anacapri sind möglich, erfordern aber gute Kondition (40–80 Minuten je nach Wetter). Wassertaxis: 40–80 € je nach Distanz und Personenanzahl.

Öffnungszeiten: tagsüber zugänglich, wenn die See ruhig ist. Der Abstieg vom Berg ist morgens oft schattig und daher ideal; der Rückweg bergauf ist angenehmer am späten Nachmittag, wenn es kühler wird. Lokale Guides bieten manchmal kombinierte Meer-/Landwanderungen an, Abfahrt meist gegen 8:30/9:00.

Preise: Zugang zur Cala = kostenlos. Kombi-Touren mit Wanderung + Bootsguide: 50–120 € pro Person, je nach Dauer und inkludierten Leistungen. Kajakverleih für den Tag: 30–70 €.

Lebendige Beschreibung: Cala Mesola zeichnet sich durch eine fast senkrecht abfallende Klippe aus, die eine tiefe Bucht mit oft kühlerem, dunklem Blau formt. Auf den Höhen wächst dichte, duftende Vegetation: Ginster, aromatische Kräuter und verstreute Pinien. Der Kontrast zwischen dem satten Grün der Küste und dem intensiven Blau des Meeres ergibt eine perfekte Farbpalette für Maler und Fotografen. Das Echo der Wellen zwischen den Felswänden vermittelt Intimität und eine wohltuende Abgeschiedenheit, weit entfernt vom Trubel des Hafens.

Lokale Tipps: Wage dich nicht allein ohne Karte oder Guide auf den Pfad. Nach Regen sind die Abstiege tückisch. Wenn du ein Kajak mietest, solltest du die Technik zur offenen See beherrschen und genügend Wasser und Verpflegung einpacken. Halte dich an Regeln zum Schutz der Meeresfauna (keine Störung der Lebensräume).

Versteckte Bucht mit Kiefern und Felsenriffen an Capris Küste

7. Crapolla Bay — Das archäologische Juwel (Baia di Crapolla / Crapolla Bay, Via Provinciale Marina di Crapolla, 80073 Anacapri NA, Italy)

Die Baia di Crapolla ist eine bemerkenswerte, historisch reiche Bucht an der Südwestküste von Anacapri. Adresse: Via Provinciale Marina di Crapolla, 80073 Anacapri NA, Italy — hier gibt es archäologische Überreste, alte Terrassen und eine kleine Felskapelle. Die Bucht gilt als eines der pittoresksten und ruhigsten Fleckchen Capris und ist weniger besucht, da der Zugang etwas anspruchsvoller ist.

Anreise: klassisch über den von Anacapri startenden Pfad (Sentiero per la Baia di Crapolla) — rechnet mit 45–60 Minuten steilem Abstieg über Abschnitte aus Fels und Erde. Alternativ Anreise per Meer mit Wassertaxi oder Ausflug (30–70 € je nach Saison und Verhandlung). Die Bucht ist gut geschützt und bietet kleinen Booten sicheren Ankerplatz. Beliebt sind Führungen, die Geschichte und Natur kombinieren: ca. 25–60 € pro Person.

Öffnungszeiten: tagsüber zugänglich, am besten morgens (7:30–11:00) wegen Lichtverhältnissen und um den steilen Rückweg nicht in der Hitze antreten zu müssen. Lokale Guides bieten oft Touren frühmorgens oder am späten Nachmittag an, um Archäologie und Badezeit zu verbinden.

Preise: die Bucht und die äußeren Ruinen sind kostenlos zugänglich (es gibt keine formelle Kasse für die Open-Air-Stätte). Führungen: 20–60 € pro Person. Boots-Transfers: 30–80 € je nach Abfahrtsort und ob es sich um eine Gruppen- oder Privattour handelt.

Lebendige Beschreibung: Crapolla breitet sich wie eine kalkige Muschelschale aus, gesäumt von Trockenmauern und verlassenen Terrassen, wo früher Weinberge und Subsistenzkulturen standen. Es gibt eine kleine Felskapelle und Spuren antiker Bauten. Das tiefblaue Wasser offenbart Wiesen aus Posidonia-Seegras und typische Mittelmeerfische. Das Erlebnis verbindet Geschichte, Natur und Meer: beim Schwimmen kann man sich leicht in vergangene maritime Zeiten hineinversetzen. Glatte Felsen dienen als natürliche Sitzbank für ein spontanes Picknick.

Lokale Tipps: Pack leicht und nimm genug Wasser mit. Beim Betrachten archäologischer Überreste respektiere Hinweisschilder und verschiebe nichts. Vor Ort gibt es keine Verpflegungsmöglichkeiten — bring Snacks mit. Fotografen finden die Bucht besonders reizvoll bei Sonnenaufgang, wenn rosa und goldene Töne die Klippen beleuchten.

Fazit — Wie du deine Entdeckungstour durch Capris geheime Buchten vorbereitest

Capri ist nicht nur Insel der Luxusjachten und Promis: sie ist auch ein Terrain für Entdecker, die bereit sind, die Piazzetta hinter sich zu lassen und den Weg ans Meer oder zu versteckten Buchten zu nehmen. Die sieben hier vorgestellten Buchten — Marina Piccola, Grotta del Corallo, Cala di Mitigliano, Marina della Lobra, Cala dell’Arogno, Cala Mesola und die Baia di Crapolla — bieten ein Spektrum an Erlebnissen: Schwimmen, Schnorcheln, Wandern, archäologische Entdeckungen und Momente purer Kontemplation. Jede Bucht hat ihren eigenen Charakter, verschiedene Zugänge und technische Anforderungen (steile Wege, Landung vom Boot, Wetterabhängigkeit).

Für einen gelungenen Besuch einige einfache Regeln: plane nach dem Seewetter (Bedingungen ändern sich schnell im Mittelmeer), komme früh am Morgen für Ruhe und gutes Fotolicht, trage geeignetes Schuhwerk (Wanderschuhe/Wasserschuhe) und nimm immer Wasser, Sonnenschutz und ein kleines Erste-Hilfe-Set mit. Wenn du dir beim Navigieren oder Abstieg unsicher bist, wähle geführte Touren — sie sind manchmal teurer, bieten aber Sicherheit, lokale Kenntnisse und Zugang zu Ecken, die sonst schwer zu erreichen sind.

Budget: die Buchten selbst sind größtenteils kostenlos; die Hauptkosten entstehen durch Transport (Linienbus 1,50–2,00 €, Wassertaxis 15–80 € je nach Strecke, Kajakverleih 30–70 € / halber Tag, geführte Touren 20–150 € je nach Dauer und Exklusivität). Plane auch Geld für Liegen in Lidos ein, wenn du mehr Komfort möchtest (15–40 € / Tag). In der Hochsaison sind höhere Preise für nautische Dienstleistungen zu erwarten.

Schütze die Umwelt: Capri ist ein empfindliches Ökosystem, Posidonia-Wiesen, Korallenansammlungen und Meereslebewesen verdienen Schutz. Nimm deinen Müll mit, reiße keine Pflanzen aus und halte dich an lokale Vorschriften. Die Einheimischen bewahren oft Traditionen und gewohnte Verhaltensweisen — sie schätzen es, wenn Besucher respektvoll handeln.

Und zuletzt: nimm dir Zeit, einfach zu verweilen und zu beobachten — das Licht, das Schaukeln der Boote, die Silhouetten der Faraglioni am Horizont. Solche stillen Momente am Meer bleiben vielen Reisenden am stärksten in Erinnerung. Ob du eine ruhige Schwimmstelle suchst, mit Schnorchel die Unterwasserwelt erforschen willst oder eine Küstenwanderung planst — diese geheimen Buchten zeigen dir ein anderes Capri: intim, wild und zutiefst mediterran.



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